Corona Zeit ist eigentlich Reisezeit… Wir müssen mal wieder raus… Das war auch der Plan als wir uns spontan entschieden haben, noch ein paar Tage ist die Westalpen zu fahren.

Mit guten Freunden war das schnell geplant, es bedurfte lediglich ein paar Telefonaten und Kurznachrichten, schon war die Truppe Stand-By. Johannes hatte die Tour schon vorab etwas ausgearbeitet und zusammengestellt, so konnte es kurzentschlossen losgehen.Wir trafen uns am Freitag, den 9 Oktober, gegen Mittag in Leutkirch an der Autobahn.

Nach dem obligatorischen Kauf einer Vignette für die Schweiz und dem ebenfalls notwendigen österreichischen Pickerl ging es über Bregenz, den San Bernadino, Chiasso, Richtung Mailand und Turin in die Region Piemont auf bereits über 1000 Höhenmeter nach Salbertrand im Susatal. Der Campingplatz Gran Bosco sollte dann auch für die nächsten Tage unser abendliches Domizil werden.

Am kommenden Morgen erweckte uns als Intro ein traumhafter Sonnenaufgang. Ungeahnt sollte uns das Attribut auch den kommenden Tag begleiten. T…-wetter, t… Tour, t… menschenleer. Herz,was willst Du mehr? Ein wahrlicher t… Indiansummer-Tag als Einstieg!Auf dem Weg nach oben passierten wir die alte Militärstraße Fenil Pramand Föens an Fort Parmand vorbeikommend, um das Ziel, den Monte Jafferau auf 2805 Metern zu erreichen. Ihn von der oberenStraße anzufahren erschien uns aus Vernunft-Grünen nicht möglich, es war bereits zu viel Schneegefallen, die Gefahr hangabwärts zu rutschen war einfach deutlich zu riskant.

Wir haben hierauf entschieden, es alternativ von der anderen Seite entlang der Skilift-Route erneut zu versuchen. Anfangs sah es sehr zuversichtlich aus, aber auch da hatten wir mit Neuschnee sehr stark zu kämpfen. Es entwickelte sich eine t… Eigendynamik aus Teamgeist und Ehrgeiz. Festfahrenund gegenseitig rausziehen war hier unser allgegenwärtiges Thema, aber wir kamen immer ein Stück weiter! Und tatsächlich erreichten wir dann am frühen Nachmittag mit allen G s den erhofftenGipfel …. Nur wir ganz alleine, ein unsagbar schönes Gefühl.

Nach dem problemlosen Abstieg und Rückkehr auf den Campingplatz war ein gemütliches, entspanntes Einkehren in der Pizzeria am Platz angesagt. Da wir vor Ort fast die einzigen Gäste waren, entsprach alles total locker und Corona-konform.

Am nächsten Morgen planten wir eigentlich die attraktive Assietta-Kammstraße fahren, aber sie warim Oktober leider bereits gesperrt.

Es gibt zum Glück in den Westalpen genügend Alternativprogramm, sodass wir auf den Gran Mioul auf die Alpe Alpeggio ausgewichen sind. Auch da wurden wir wieder bei t… Wetter sowie einer t…. Aussicht verwöhnt und entschädigt.Nach einer charmanten Kaffeepause in Cesana mochten wir uns noch kurz im Süd-Piemont das bewirtschaftete Rifugio Rey anschauen.

Der Denzel, seit Jahrzehnten als Ratgeber die Standart-Lektüre für Alpen-Touren, beschreibt die Anfahrt bereits mit einem deutlich hohen Schwierigkeitsgrad. ACHTUNG, steile Auffahrt! Wow, und das war Sie wirklich! Aber keine Sorge, wir kamen hoch …! Der Tag war noch nicht ganz vorbei, und wir hatten weitere Laune auf etwas Lenkrad-Verdrehen. Im Reiseführer stand noch eine kleine Tour hoch nach L`Four Azienda, …. und einfach mal eben auf der anderen Seite wieder runter. Dies hätte eigentlich herrlich zum Feierabend gepasst. Es war allerdings in besagter Bibel leider nicht vermerkt, dass es in dem Ort mit 4 Häusern eine Durchfahrtgibt, die für einen G schlichtweg zu schmal ist! Ja, zu gegeben sind mitunter sind die Empfehlungen auch etwas mal zu Zweirad lastig! Also alles wieder zurück, noch kurz Tanken und zu Einkehr auf den geliebten Campingplatz.

Am nächsten Tag bei wieder t… Wetter starteten wir zum absoluten Klassiker, dem allseits bekannten Sommeiller. Es war ein T….-Auffahrt, wir waren erneut, und eigentlich schon erschreckend, wieder die einzigen Autos auf der Route. Wir haben die ersten Spuren in den Neuschnee gefahren, haben das Eis bei den Wasser-Durchfahrten gebrochen und hatten eine t….. Aussicht. Gefühlt, dem Himmel ganz nahe.Euphorisch haben wir hier vor Ort spontan entschieden den T….Tag abzuschließen, unseren Grill anzuschüren, um schnell noch mal ein paar Würstel vor Ort zu brutzeln.

Kuam fertig, wurden wir von deutlicher Kälte zur Rückkehr genötigt.Nach einem Fotostopp am Lago di Rochemolles hatten wir noch den Punta Colomion auf dem Plan um auf seinem Gipfel in der Bar Punta Colomion, als Absacker, noch einen Cappuccino zu geniessen. …Schön, wenn ein Plan gelingt!

Das angesagte Gipfelziel des kommenden Tages war der 2291 Meter hohe Colle Basset, wo wir auch mit einer T……-Aussicht belohnt wurden. Jedoch war der Aufstieg mit einer kleinen Pause behaftet. Bei einem G war leider die Stoßdämpfer-Aufnahme unter Last gebrochen. Der Dämpfer wurde kurzfristig ausgebaut und die Reise entsprechend vorsichtig bis nach Hause zu Ende geführt.Auf dem Colle Basset haben wir und dann noch ganz spontan entschieden die Überquerung an den See Lac Gignou auf 2329 m zu wagen. Auch wieder ein T…, hatten wir doch den See für tolle Fotos für uns alleine.

Da der Colle de Fenestrelle noch so rein zufällig auf dem Wege lag, haben wir ihn im Zuge der Rückkehr zum Camping auch noch kurz mitgenommen. Naja, wenn nichts los ist, dann geht das zügig. Ungeahnt der sich ergebenden Hindernisse starteten wir mit bester Laune zum finalen Tag. Bei besagt erneutem Traumwetter sind wir über den Lago Arpone zum Lac Cenis gekraxelt. Die Auffahrt war echt ein Tr…, es ist noch eine richtig alte Militärstrasse, doch was hat uns dann kurz vor dem Gipfel erwatet? Der Weg war durch eine große Wassermasse einfach weggespült, einfach wieder umdrehen? Nein, das hätte unserem, die Tage gewachsenen Team-Geist wahrlich nicht entsprochen! Also alle raus, Handschuhe an und Steine sammeln um den Weg, so gut es ging,wieder zu reparieren damit man diesen mittels Einweiser (Danke Norbert, für Deine Anleitung im vergangenen Magazin…) überqueren kann. Puh, dieser Kraftakt hat sich gezogen. Jedoch war die Mittagspause am Lac du Mont Cenis bei einem Tr….Wetter eine zauberhafte Belohnung.Auf der Rückreise haben wir noch einen Stopp im Aostatal gemacht. Immer noch hungrig, hatten wir noch Laune auf den Col Finestra. Kurz vor dem Gipfel war dieser wegen eines Erdrutsches ebenfalls gesperrt, es gab trotz Tricks kein Durchkommen…

Nach besagtem Tr…. -Wetter und fast nur sonnigen Tagen sind wir abschließend im Zuge der Rückreise wieder genSan Bernadino gefahren. Auf der anderen Seite des Tunnels erwartete uns der ersten Schnee in der Schweiz!Danke Johannes, für die tr…. -Tour! Traumhaft schöne Alpen: Wir kommen wieder!