Als die Gradisca 2025 am frühen Mittwochmorgen erneut abgesagt wurde, ließen die ersten Nachrichten in per WhatsApp nicht lange auf sich warten:
“Hast du ein Alternativprogramm für das Wochenende?”
Die Frage war an den Richtigen gerichtet – und meine Antwort fiel knapp aus:
“Bitte keine Zimmer stornieren, wartet kurz – ich melde mich!”
Nach Rücksprache mit Thomas und seiner Frau, die bereits auf dem Weg nach Gradisca waren und die Region bestens kennen, stand innerhalb kurzer Zeit fest: Ja, wir organisieren etwas!
Die Neuigkeit wurde sofort in unserer Gruppe
geteilt – und die Reaktion war eindeutig: Nur Daumen hoch! Also hielten wir an unserem ursprünglichen Plan fest: Treffpunkt Gradisca am Freitag.
Ein genussvoller Auftakt
Einige Teilnehmer reisten bereits früher an und legten am Donnerstag ihren ersten Stopp in San Daniele ein, wo sie einen geselligen Abend in der Enoteca Prosciutteria La Corte di Bacco verbrachten.
Am Freitag trafen wir uns dann zur ersten Ausfahrt in Palmanova. Nach einer kurzen Tour durch die geschichtsträchtige Stadt ging es weiter nach Aiello del Friuli, das als Dorf der Sonnenuhren bekannt ist. Dort kehrten wir gemütlich ein und genossen hausgemachte Gnocchi in verschiedensten Variationen – ein absoluter Gaumenschmaus!
Anschließend besuchten wir die Basilika von Aquileia, berühmt für ihren einzigartigen Mosaikboden, dessen Anblick wirklich beeindruckend war. Danach führte uns die Route in die Lagunenstadt Grado, wo wir einen kleinen Stadtbummel machten und kurz das Meer genossen, bevor es zurück nach Gradisca ging.
Dort erwartete uns noch ein besonderer Moment: Damiano vom Orga-Team überreichte uns die exklusiven Startnummern der Jubiläums-Gradisca 2024. Nach einem wunderbaren Abendessen im Gasthof Al Ponte ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.
Ein Tag voller Erlebnisse in Slowenien
Am Samstag starteten wir unser Alternativprogramm pünktlich um 9:00 Uhr. Nach einer kurzen Fahrerbesprechung führte uns die Route zunächst nach Nova Gorica, der Kulturhauptstadt 2025. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt und einem Tankstopp ging es vorbei an der historischen Eisenbahnbrücke, entlang des smaragdgrünen Soča-Tals und schließlich in die Berge.
Dort erwartete uns ein beeindruckendes Panorama: die slowenische Toskana! Das Wetter war perfekt, die Fernsicht traumhaft. Nach einem kurzen Zwischenstopp im malerischen Weindorf Šmartno mit seiner gigantischen Aussicht setzten wir die Fahrt fort. Über wunderschöne Nebenstraßen mit vielen Höhenmetern und grandiosen Ausblicken erreichten wir schließlich das kleine Örtchen Goče.
Dort wurden wir von einem Winzer und seiner Familie herzlich empfangen. Nach einer Führung durch das Haus genossen wir ein exquisites slowenisches Menü mit Weinbegleitung aus eigenem Anbau. Zum Abschluss überraschte uns unser Gastgeber mit einem köstlichen Likör.
Nach einer Kellerführung mit der Möglichkeit, den hervorragenden Wein zu erwerben, stand die nächste Herausforderung an: Die Ortsdurchfahrt! Die Straßen waren so eng, dass ein G 463A die Umgehungsstraße nehmen musste, während der Rest der Gruppe sportlich durch die verwinkelten Gassen manövrierte.
Auf Wunsch einiger Teilnehmer machten wir noch einen Abstecher ans Meer bei Monfalcone, wo wir mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang belohnt wurden. Den Abschluss des Tages verbrachten wir erneut im Al Ponte bei einem gemütlichen Abendessen.
Der krönende Abschluss
Am Sonntagmorgen fuhren die Frühaufsteher zum Monte San Michele, um einen gigantischen Sonnenaufgang zu erleben. Der Himmel leuchtete in satten Rottönen und tauchte die Alpen bis hin zum Meer in ein beeindruckendes Farbenspiel.
Nach einem ausgiebigen Frühstück traten wir die Heimreise an. Unsere Route führte uns über Tolmezzo, den legendären Plöckenpass, Lienz und Kitzbühel zurück Richtung Heimat. Ein letzter Stopp in Obermieming für eine leckere Pizza, dann ging es über den Fernpass endgültig zurück ins Allgäu.
Ein Wochenende voller Highlights
Trotz der Absage der Gradisca 2025 wurde dieses Wochenende zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die perfekte Organisation, tolle Strecken, unvergessliche Erlebnisse und die großartige Gemeinschaft machten diese Tour zu einer der schönsten, die wir je hatten.
Und eines ist sicher: Diese Ausfahrt werden wir in Zukunft definitiv noch intensiver wiederholen!










